Open Source
Was ist Open Source ?
Was ist Open Source ?
Open Source (zu deutsch „quelloffen“) bezieht sich darauf, dass der Quellcode eines Programmes offenliegt. Nicht nur das Programm wird verbreitet, sondern auch der Quellcode, auf Grundlage dessen das Programm erstellt wurde. Wer den Quellcode kennt, kann ihn auch verändern und neue Programme schreiben. Das Bekanntsein des Quellcodes ist wichtig dafür, dass Software frei verbreitet werden kann. Technisch gesehen liegen Freie Software und Open Source nah beieinander, allerdings werden beide Ausdrücke von unterschiedlichen Denkrichtungen genutzt.
Der Begriff „Open Source“ wurde von Eric S. Raymond, Bruce Perens und Tim O’Reilly, Gründer der Open Source Initiative (OSI), eingeführt. Sie glaubten, dass das unangenehme Thema Freiheit potentielle Geldgeber für entsprechende Projekte abschrecken könnte. In der Darstellung der Open-Source-Bewegung wird die Freiheit, die freie Software den Benutzern gibt, daher nicht erwähnt. Sie betont, dass Open Source zu besserer und preisgünstigerer Software führt als geschlossene, proprietäre Konstruktionen.
Die Free Software Foundation hingegen meint, dass proprietäre Software allein schon aus moralischen Gründen abzulehnen sei, selbst wenn sie besser als quelloffene wäre. Software soll transparent und überprüfbar sein. Richard Stallman von der FSF lehnt die Bezeichnung Open Source und den dahinterstehenden Standpunkt grundsätzlich ab.
Dennoch arbeiten Anhänger beider Lager bei Projekten zusammen. Auch ist die GNU GPL die beliebteste Lizenz selbst bei Projekten, die von Open-Source-Anhängern dominiert werden. Alternative Kompromissbezeichnungen wie „Free/Libre Open Source Software“, die von Anhängern beider Positionen (einschließlich Richard Stallman) akzeptiert werden, sollen diese Gemeinsamkeiten betonen. Der Begriff „Open-Source-Software“ scheint mit der Betonung der Überlegenheit des Entwicklungsprozesses eher die Entwicklersicht wiederzugeben, während der Begriff „Freie Software“ auch die Sicht der übrigen Anwender einbezieht.
Quelle: Wikipedia
Lizenz
Lizenz
Die GPL wurde im Januar 1989 von Richard Stallman, dem Gründer des GNU-Projektes, geschrieben. Rechtlich beraten wurde er dabei von Jerry Cohen.
Sie basierte auf einer Vereinheitlichung gleichartiger Lizenzen, die bei früheren Versionen von GNU Emacs, dem GNU Debugger und der GNU Compiler Collection Anwendung fanden. Diese Lizenzen waren auf jedes Programm speziell zugeschnitten, enthielten aber die gleichen Vorschriften wie die aktuelle GPL. Das Ziel von Stallman war, eine Lizenz zu entwickeln, die man bei jedem Projekt verwenden kann. So entstand die erste Version der GNU General Public License, die im Januar 1989 veröffentlicht wurde.
Im Juni 1991 veröffentlichte die FSF die zweite Version der GPL. Die wichtigste Änderung dabei war die sogenannte „Liberty or Death“-Klausel (übersetzt: „Freiheit oder Tod“) in Paragraph 7.[1] Diese besagt, dass wenn es nicht möglich ist, einige Bedingungen der GPL einzuhalten – beispielsweise wegen eines Gerichtsurteils – es untersagt ist, diese Lizenz nur bestmöglich zu erfüllen. In diesem Fall ist es also überhaupt nicht mehr möglich, die Software zu verbreiten. Auch kam der Paragraph 8 hinzu: Dieser erlaubt es, einem Autor die Gültigkeit der Lizenz geographisch einzuschränken, um Länder auszuschließen, in denen die Verwertung des Werks durch Patente oder durch urheberrechtlich geschützte Schnittstellen eingeschränkt ist. Des Weiteren ist die zweite Version besser mit nicht-US-amerikanischen Rechtsystemen kompatibel, da sie sich auf die Berner Übereinkunft stützt.
Zeitgleich wurde eine neue Lizenz mit dem Namen Library General Public License (LGPL) veröffentlicht. Diese trägt – obwohl sie die erste Version ist – ebenfalls die Versionsnummer 2, was unterstreichen sollte, dass die Lizenz mit der GPL2 verwandt ist. Bei der LGPL handelt es sich um eine gelockerte Version der GPL. Sie wurde eingeführt, nachdem seit 1990 deutlich wurde, dass die GPL in manchen Fällen (meist für Programmbibliotheken) zu restriktiv (einschränkend) war. Die LGPL wurde ursprünglich für einige bestimmte Bibliotheken entworfen. Die Lizenz verwirklicht das Modell eines schwachen Copylefts, wobei zwar darunter stehende Programmbibliotheken nicht mehr zur Folge haben, dass die sie verwendenden Programme ebenfalls unter gleichen Bedingungen lizenziert werden müssen, jedoch unterliegen Weiterentwicklungen der Bibliotheken selbst nach wie vor der LGPL. Sie wurde 1999 in Lesser General Public License umbenannt, der neue Name war ein Vorschlag von Georg Greve.[2]
Seit ihrer Einführung ist die GPL die am weitesten verbreitete freie Softwarelizenz. Die meisten Programme im GNU-Projekt sind unter der GPL und der LGPL lizenziert, darunter auch die Compilersammlung GCC, der Texteditor GNU Emacs und der GNOME Desktop. Auch viele weitere Programme von anderen Autoren, die nicht Bestandteil des GNU-Projekts sind, sind unter der GPL lizenziert. Außerdem sind alle LGPL-lizenzierten Produkte auch unter der GPL lizenziert.
